Inna über sich

Was kann ich über mich erzählen?

Foto by Roger Paulet

Foto by Roger Paulet

Nach Deutschland kam ich vor ein paar Jahren aus einem ziemlich irrationalen Grund: Ich wollte Sängerin werden. Es klingt verrückt und es war verrückt, aber das war das Beste was ich in meinem Leben getan habe. Ich hatte unglaubliches Glück tolle Menschen und tolle Musiker zu treffen und jetzt fängt alles erst richtig an.

Ich bin in der schönen sonnigen Ukraine geboren, einem Land mit Menschen, die eine Sprache sprechen, die wie Musik klingt. Vielleicht singen sie deswegen fast immer.

Mein erster Job war Musikjournalistin. Es war ein Traumjob… aber… je mehr ich die Stars der russischen und ukrainischen Musikszene interviewt habe, desto deutlicher wurde der Wunsch nicht VOR, sondern AUF der Bühne zu sein.

Eigentlich war ich total glücklich und erfüllt in der Ukraine: Ich studierte Philologie, arbeitete als Musikjournalistin und hatte sogar meine eigene Musikseite in einer der größten Zeitungen der Stadt. Und es ist eine große Stadt. Charkow hat über 2.000.000 Einwohner und eine ungemein kreative Mischung aus Industrie und Kultur.

Bei allem Glück hat mir allerdings eines besser gefallen und das war die Bühne.

Der Traum vom Singen

Singen war schon immer mein großes Geheimnis: Ich sang viel und gerne, aber nur für mich allein. Ich sang Beatles, Abba, Mary J. Blige und die alten Blues und Jazz Songs von Billie Holliday und Ella Fitzger

Foto by Roger Pauletald, aber auch Metallica und den legendären russischen Rocker B.G. Singen schien mir ein Traum zu sein, der nie in Erfüllung gehen könnte. Es hat mir so viel bedeutet, dass ich daran nicht zu glauben wagte. Ich habe sogar eine klassische Gesangsausbildung angefangen und meine Gesangspädagogin Tamara Bachtina (ihre Schuler sangen sogar bei legendären La Scala!) hat an mir „gutes Material“ festgestellt. „Eine große Stimme hast du“, sagte sie. Ich sprang vor Glück. Tamara kühlte mich schnell ab: „Eine Kuh hat auch eine große Stimme – das bedeutet noch gar nichts.“

Doch trotz zunehmendes Genuss am Singen blieb ich bescheiden. Durch Musikjournalistik kam ich immer wieder in Kontakt mit großen Musikpersönlichkeiten, es blieb oft nicht nur bei Interviews. Man sprach über das Leben und Musik und über sich selbst. Und immer wieder bekam ich Bestätigung meiner tiefen Sehnsucht: Die Bühne und die Musik waren meine Herzensangelegenheit.

Aller Anfang ist schwer

Also reiste ich eines Tages nach Deutschland aus um Sängerin zu werden. Es klingt nicht einfach, war es auch gar nicht. Ich musste die Sprach-, Mentalitäts- und Musikalitätsschwierigkeiten überwinden und einen Weg finden. Ein Weg als Mensch, als Sängerin und als Frau.

Auf diesem Wege habe ich mich in Deutschland, deutsche Musik und einen deutschen Mann verliebt. Ich bewundere die deutsche Philosophie, Literatur und klassische Musik, aber auch die moderne Kultur Deutschlands fasziniert mich. Deutsche Pop- und Rockmusik ist viel breiter und spannender als ihr Ruf und im Moment, so habe ich das Gefühl, passiert ungemein viel.
Was ich so toll im Leben, Lieben und in der Musik, Literatur und Kino finde, schreibe ich in meinen russischen und deutschen Blogs.

Künstlerische und persönliche Entfaltung

Bloggen ist ein sehr spezifisches literarisches Genre: Man kann eine Scheinidentität aufbauen und geheime Sehnsüchte ausleben oder man kann sich endlich erlauben die Wahrheit auszusprechen. Der Weg der Freiheit und der Wahrheit ist mein Weg. Durch das Schreiben habe ich gelernt mich selbst zu erkennen und mich zu mir selbst zu bekennen.

Inzwischen entwarf ich das Programm „Jazzin‘ Marilyn“, performte es auf verschiedenen großen und kleinen Veranstaltungen (u.a. Max Ophüls Filmfestival, Russische Film und Fernsehetage in Saarbrücken, Kulturfestival im UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Kulturfest beim Bundestag Saarland).

Nach vielzähligen CD-Produktionen („Information“ mit K.J. Dallaway, „Friedel“, „Shango“, „Das Sternchen bist du“, „Spritz Avanz“, „New Blues“ etc) bin ich endlich dazu gekommen ein eigenes Album in Angriff zu nehmen.
 Da ich zwischendurch mein Musik-, Sprach-, und Literaturwissenschaftsstudium abgeschlossen habe und zwei kleine Kinder bekam ist diese Aufgabe seeeehr spannend geworden. 
Ich werde mich freuen, wenn Ihr, meine Leser, Hörer und Freunde, mich auf diesem Wege begleitet!

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One thought on “Inna über sich

  1. Du bist sehr cool INNA
    Meine lieblingslieder von dir sind:Yalla Bad Boys
    Selina sky und du is up und Inndia
    BITTE GEBE MIR EINE ANTWORT DRAUF Tank you❤

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