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Das Jahr, das mein Leben veränderte

Inna / Ukraina

Inna / Ukraina

Liebe Freunde, dieses Jahr war nicht einfach, besonders für mich als Ukrainerin. Dieses Jahr war nicht einfach für mich als Mensch, als Sängerin und als Schreiberin. Die Revolution auf dem Maidan hat mein Selbstverständnis als Ukrainerin und gleichzeitig als Europäerin kardinal verändert. Seit Jahren lebe ich abseits der Politik, gerüstet mit der üppigen Portion des wie ich dachte gesunden Skeptizismus wenn nicht schon Zynismus. Die Enttäuschung über ukrainische, aber auch die deutsche Politik saß tief. Es war viel einfacher zu sagen: „Sie lügen alle“ und keinen weiteren Gedanken darüber zu verschwenden. Continue reading

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Position

Foto am 31-03-2014 um 14.21 #2

Ich habe in der letzten Zeit einige Blogs geschrieben, aber noch keins veröffentlicht. Sie sind alle noch nicht fertig, so wie ich auch. Ich denke nach… Ich denke darüber nach, was ich bin, was ich sein will und was ich sein könnte… wenn ich vor einiger Zeit nicht diesen verrückten Traum nachlief und aus der Ukraine in das unbekannte Deutschland reiste…
Ich habe einiges verstanden in den letzen Wochen und Tagen. Mein Leben, so wie ich es jetzt gemeistert habe und wie ich es lenken will ist ein Traum. Ein verwirklichter Traum…  Und das ist nicht selbstverständlich, keinesfalls.
Es ist nicht selbstverständlich das zu tun was du dir erträumst. Es ist für keinen einfach, weder für meine Freunde und Freundinnen hier in Deutschland, USA, England, Frankreich etc, die ihre Karrieren und/oder Familien beeindruckend meistern noch für meine Freunde und Freundinnen in Ukraine und Russland, die jetzt nicht nur Sorgen um Karriere und Familie haben, sondern um die Zukunft, Freiheit und normales oder sogar elementares Leben.
Das Leben, das ich führe ist ein Privileg und ich muss diesen Privileg nutzen. Ich weiß, es klingt banal, aber es gibt nichts banaleres als verzweifelter Versuch die Banalität um Originaltäts willen umzugehen. Ich habe etwas zu sagen und das muss ich auch tun. Ich muss meine Angst überwinden.

Ich schrieb jetzt 2 Songs, die wahrscheinlich zum ersten Mal in meinem Leben etwas politischer sind, als poetische Texte, die ich bis jetzt gesungen habe (die noch immer fast niemand gehört hat, weil wir noch am Produzieren sind).
2 Songs stehen schon, aber ich will doch einen dritten haben. Dann ist meine kleine „politische Trilogie“ auch komplett, so wie mein gesamter Album. Ich freue und furchte mich zugleich…
Foto am 31-03-2014 um 14.22 #2

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