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Künstlerische Identität eines Musikers: Eigenen Sound finden!

BonScott

Wie schwer ist es? Den einen unverwechselbaren EIGENEN Sound zu finden ist eine, vielleicht sogar DIE schwierigste Aufgabe eines Sängers. Eigene Persönlichkeit in der Stimme wieder zu spiegeln, EIGENE Stimme zu finden ist überhaupt nicht selbstverständlich.
Es gibt einige Sänger, die Glück hatten ihre Stimme zu finden, nicht selten war es durch eine schreckliche Leidensgeschichte „ermöglicht“. Die berühmte „gebrochene“ Stimme von der legendären Jazzsängerin der 30-50-er Jahre Billie Holliday war am Anfang klar und unschuldig UND recht uninteressant. Die Drogen, falsche Männer, Alkohol und immer wieder Erniedrigungen der Rassentrennung haben aus ihre Stimme einen, hm, ich nenne es „rohen Stück Seele“ gemacht. „Strange Fruit“, „Bloomy Sunday“, „Don´t Explain“ sind Songs, die immer noch den brennenden Schmerz hörbar machen, gleichzeitig so virtuos sind, dass die Musik bis jetzt prägen.

Oder die berühmte Janis Joplin, die keinen Heroin Schuss, keine Vodka Flasche und keinen Kerl ausgelassen hat. Ihre Stimme klingt heute noch unglaublich.Das Leben auf der Überholspur endete leider zu früh, mit 27. So wie bei einigen Rock´n´Roll Heroes auch: Bon Scott von AC/DC, Amy Weinhouse, Jim Morrison von Doors, Kurt Cobain von Nirvana und vielen anderen…
Es hat zu einer regelrechten Legende geführt und so einer Art Aura des Leidens, die viele Musiker auf diesen fatalen Weg geschickt hat. Einen coolen Rock´n´Roller gibt man mit viel Sex&Drugs&Buzz ab. Dabei findet man auch DEN Sound. Den verkorksten eigenartigen SOUND, den EIGENEN, UNVERWECHSELBAREN Sound mit diesem man auch dann die Welt erobert.

English: Portrait of Billie Holiday in Down Be...

English: Portrait of Billie Holiday in Down Beat magazine. (Photo credit: Wikipedia)

Hat es geklappt? Durchaus, nicht selten… hat dieser Weg zu DEM Sound direkt… in Abgrund geführt (sehe oben).
Also ist die Frage ob ein Künstler (yeah, ein Rock-Pop Artist) sich zerstören muss um den Sound zu finden ist durchaus berechtigt.
Wie beantworte ich diese Frage? In unseren Zeiten soll das wohl anders laufen, oder? Rock´n´Roll Romantik hat Platz gemacht. Zuerst den ungeheueren Musikerhonoraren der 90-er, und 00-er Jahren und dann den Überlebungsängsten der Branche. Der Castingswahn hat sowieso alles platt gefahren was an dem künstlerischen Anspruch in Musikbusiness noch übrig war. Ich bin auf keinen Fall gegen Castingsformaten. Besser Musik-Castingshows als gar keine Musik im Fernsehen.
Aber man muss zugeben, dass die Musikromantik dabei Zugrunde geht…

Kurt Cobain

Kurt Cobain

Aber zurück  zu der Frage der künstlerischen Identität eines Musikers – seines Sounds. Die Musiker haben keine Ausnahmestellung mehr, keinen Freak-Bonus und keinen romantischen Nimbus des Rebellen mehr. Vor ein Hundert Jahren waren es noch die Dichter, jetzt sind die Rocker dran. Ein Rocker zu sein heißt nicht mehr ein Wesen aus der anderen Welt mit eigenen Regeln zu sein.
Wie und wo soll man sich als Musiker auf der Suche nach Role Models und Inspiration bewegen? Na ja, das Leben in digitalen Zeitalter ist wahnsinnig aufregend geworden für jeden von uns ob Künstler oder nicht – einfach ist es für Keinen für uns.
Ich glaube an erste Stelle es um die Persönlichkeit UND erst dann um die Musik geht. Man muss wissen, WAS man der Welt mitzuteilen hat. Tja, super, und wie findet man das heraus?
Dafür habe ich ein besonderen System erarbeitet und falls es euch interessiert werde ich natürlich über dieses im nächsten Blog berichten…
Also, her mit den Fragen und Meinungen!

Stay tuned!
Eure Inna

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4 thoughts on “Künstlerische Identität eines Musikers: Eigenen Sound finden!

  1. Ein sehr interessantes Thema, ich denke musikalische Selbstfindung bzw. künstlerische Identität eines Musikers hat kein Ende und zieht sich durch den Großteil des Lebens. Musik machen ist ein nie endender Prozess, man kann sich umorientieren, sein Stil innerhalb diesen verändern, oder man findet zu alten Musikrichtungen zurück und so weiter. Danke für diesen coolen Blog, sehr empfehlenswert. Weiter so!

  2. Ja, ich glaube, dass der Musikstil mitunter ein Spiegel der Musikerpersönlichkeit ist und diese ändert sich manchmal, dann darf sich auch der Musikstil auch ändern. Problematisch wird wenn es keinen mehr interessiert… :)

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